Amtsgericht Gelsenkirchen:  Insolvenzverfahren

 

Insolvenzverfahren


Insolvenz Quelle: © Dieter Schütz / PIXELIO
Zur Wiederherstellung der Zahlungsfähigkeit oder der geordneten Abwicklung der Situation

Drei Ziele werden im Insolvenzverfahren angestrebt:

  • In erster Linie dient das Verfahren dazu, das gesamte restliche Vermögen bei Zahlungsunfähigkeit und/oder Überschuldung zu verwerten und aus dem Erlös alle Gläubiger gleichmäßig, also im Verhältnis ihrer Forderungen, zu befriedigen (Zahlung einer Quote).
  • Redlichen Schuldnerinnen und Schuldnern wird Gelegenheit gegeben, sich von den restlichen Verbindlichkeiten zu befreien. Alle Forderungen, die zu Beginn des Insolvenzverfahrens vorhanden waren, können nach Ablauf einer sechsjährigen sog. "Wohlverhaltensphase" nicht mehr durchgesetzt werden. Diese Restschuldbefreiung ermöglicht also einen vollständigen wirtschaftlichen Neuanfang.
  • Bei Unternehmen ist deren Sanierung und damit verbunden der Erhalt der Arbeitsplätze durch Vereinbarungen mit allen Gläubigern das vordringlichste Verfahrensziel (Insolvenzplanverfahren).

Für Verbraucherinnen und Verbraucher, die keine selbständige Tätigkeit ausüben, sieht das spezielle Verbraucherinsolvenzverfahren einen vorgeschalteten außergerichtlichen Schuldenbereinigungsversuch vor. Diesen muss eine zugelassene Schuldnerberatungsstelle oder eine Rechtsanwältin bzw. ein Rechtsanwalt vermitteln, bevor das Insolvenzgericht eingeschaltet wird.

Weiterführende Links


Das für das Amtsgericht Gelsenkirchen zuständige Insolvenzgericht befindet sich beim  Amtsgericht Essen.



 

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